Good News I 14.08.2025
ESA-Satellit für bessere Wettervorhersagen gestartet, Unternehmen setzen stärker auf Homeoffice, CBD-Öl gegen Hautkrankheiten
Die Mischung macht’s: Hybrides Arbeiten steigert die Zufriedenheit – auch bei unserer Redaktion.
Hier findest du unsere guten Nachrichten aus der Bereich Wissenschaft. Mehr Lesestoff zum Thema findest du in unserer Rubrik Wissenschaft im Good Impact Magazin.
Die Mischung macht’s: Hybrides Arbeiten steigert die Zufriedenheit – auch bei unserer Redaktion.
Ich wohne direkt an der Spree in Berlin – und an heißen Sommertagen wünsche ich mir nichts mehr, als einfach kurz ins Wasser zu springen. Doch das ist verboten. Einmal im Jahr aber wird genau dafür demonstriert: Bei der Schwimm-Demo „Ufer frei“ im Juli haben Menschen gefordert, das Baden in der Spree zu ermöglichen. Dass das klappen kann, zeigt Paris: Dort ist Schwimmen in der Seine wieder erlaubt – unter strenger Kontrolle der Wasserqualität. Drei öffentliche Flussschwimmbäder mit Blick auf den Eiffelturm haben bereits geöffnet.
Im ehemaligen Arbeitszimmer meines Schwiegeropas steht er noch: ein alter Computer mit Röhrenmonitor, Tastatur und Rechner. Beim Einschalten das vertraute, leicht rauschende Geräusch – und nach all den Jahrzehnten läuft er immer noch. Warum wegwerfen, wenn es noch funktioniert? So denkt auch die globale Initiative „End of 10“, die Windows-10-Nutzer:innen dabei unterstützt, ihren alten Geräten neues Leben einzuhauchen. Denn am 14. Oktober 2025 endet der Support für Windows 10.
Entgegen mancher Vorurteile scheint das Vertrauen in die Wissenschaft weltweit relativ hoch zu sein. Das ist erfreulich, wenn man bedenkt, dass in Zeiten von Fake News, Social Media Algorithmen und Verschwörungstheorien Orientierung flöten gehen kann. Auch wir publizieren regelmäßig Studienergebnisse – nicht, weil sie der Wahrheit letzter Schluss sind, sondern weil Wissenschaft davon lebt, immer weiter auf die Suche zu gehen. Eine Haltung, die wir auch leben wollen. Viel Freude beim Lesen!
Gestern ist es mir zum ersten Mal aufgefallen: In den sozialen Netzwerken teilen einige User:innen gegen Ende des Jahres ihre Musik-Playlist aus diesem Jahr – und da war die eine oder andere Sängerin, Rapperin und Frontfrau dabei. Und wie ich heute erfahren habe, ist das kein Zufall. Laut Apple Music ist der Frauenanteil in den weltweiten Musikcharts gestiegen. In den Top 100 sind 39 Songs von Frauen. Viel Freude beim Lesen, Selina.
Auch heute haben wir die Nachrichten durchforstet, um das Positive herauszufiltern – und davon gibt es mehr, als wir vielleicht denken. Trotz des natürlichen Negativitätsbias, der uns das Herausfordernde, Schwierige und Beängstigende sehen lässt, wollen wir unsere Gehirne heute (und auch sonst) auch mit guten Nachrichten füttern. Kommt gut durch den Tag! Eure Good News Redaktion
Bereits im August haben wir über das Selbstbestimmungsgesetz berichtet – heute, am 01.11. tritt es in Kraft. Das neue Gesetz, das die Ampelkoalition auf den Weg gebracht hat, ersetzt das umstrittene Transsexuellengesetz von 1981. Ab sofort können Menschen ihren Namen und ihren Geschlechtseintrag durch eine einfache Erklärung beim Standesamt ändern lassen – statt wie bisher durch zwei selbst bezahlte psychologische Gutachten, ärztliche Untersuchungen und einen Gerichtsbeschluss. Zwar ist noch nicht alles perfekt: Zwischen Antragstellung und Termin beim Standesamt muss laut Gesetz eine Bedenkzeit von drei Monaten liegen. Aber es ist ein wichtiger Schritt zu mehr Freiheit und Lebensqualität für queere Menschen.
Ich fahre leidenschaftlich gerne Fahrrad in Berlin – weder Autos, die mir den Weg abschneiden, noch Baumwurzeln, die die ohnehin wenigen Radwege unbefahrbar machen, können mich davon abhalten. Ich mag es einfach, aus eigener Kraft von A nach B zu kommen, die Stadt zu sehen, in Bewegung zu sein. Umso mehr freue ich mich, dass in Berlin-Kreuzberg die erste Teststrecke des Reallabors Berlin eröffnet wurde: Ein neuer Radweg unter dem U-Bahn-Viadukt. Und nicht nur das: Der neu gestaltete Ort schafft Raum für Begegnungen und soll zeigen, wie Stadt neu gedacht werden kann.
Die indonesische Insel Bali ist bekannt für ihre einzigartige Kultur, die jährlich Millionen von Tourist:innen anzieht. Das Problem: verstopfte Straßen, Müll an den Stränden und immer häufiger Fehlverhalten von Besucher:innen an für die Bevölkerung heiligen Orten und religiösen Symbolen. Auf Letzteres hatte die Regierung von Bali im Sommer 2023 reagiert – mit einem Leitfaden für Kleidungs- und Verhaltensregeln. Nun geht Bali einen Schritt weiter: Künftig müssen Besucher:innen eine Touristenabgabe zahlen, die Umweltschutzprojekten zugute kommt.
In der dritten Klasse lag ich fast drei Wochen mit einer Magen-Darm-Erkrankung im Krankenhaus – Verdacht auf Salmonellen. Die Schonkost half nur wenig, die Genesung war langwierig und schleppend. Jetzt haben Forscher:innen der Cornell University einen ungewöhnlichen Weg gefunden, die Erreger abzutöten: mit Tomatensaft.
Anfang Juni haben wir darüber berichtet, wie sechzehn Kinder und junge Erwachsene in den USA den Bundesstaat Montana wegen Klimaschäden verklagt haben. Seit Montag steht das Ergebnis fest: Die Klimaaktivist:innen haben gewonnen. Montana muss nun u. a. bei der Genehmigung von Gas- und Ölprojekten mögliche Klimaschäden berücksichtigen. Es ist ein weiteres Beispiel, das zeigt: Sich für eine lebenswerte Zukunft einzusetzen, lohnt sich!
Letzte Woche konnte man in Deutschlands erstem Kaltwaschsalon in Hamburg kostenlos seine Wäsche waschen – bei maximal 30 Grad. Die Aktion vom WWF wollte zeigen, dass Kleidung auch oft bei niedrigen Temperaturen sauber wird und dass Kaltwaschen bis zu 60 Prozent CO2-Emissionen einsparen kann. Gute Aktion, wie wir finden!
Immer mehr Modekonzerne verbannen Tierpelze aus ihren Kollektionen; Wissenschaftler*innen entwickeln einen Test, der das Eierstock- und Brustkrebsrisiko frühzeitig erkennen kann; und Wien will das Vertrauen in die Demokratie und Wissenschaft stärken: Das sind die Good News des Tages
Das Bundesumweltministerium will 53 Millionen Euro in die Wiedervernässung von Moorböden investieren; die EU verbietet womöglich krebserregendes Titandioxid in Lebensmitteln; und die Gemeinde Bad Neuenahr-Ahrweiler gewinnt nach der Flutkatastrophe 1,4 Millionen Euro bei der Postcode-Lotterie: Das sind die Good News des Tages