GOOD NEWS | 07.06.2024

EU erlässt strenge Regeln für Temu, Bafög wird erhöht, Urteil stärkt Recht auf freien Gehweg

Die EU hat den chinesischen Online-Billig-Marktplatz Temu als „sehr groß“ eingestuft – und kann ihm damit strengere Auflagen machen. Die Plattform muss nun bis September 2024 Maßnahmen ergreifen, um Nutzer:innen beispielsweise vor Produktfälschungen zu schützen und geistige Eigentumsrechte zu wahren. Außerdem muss das Unternehmen einmal jährlich aufzeigen, wie es die Gesundheit und Sicherheit seiner Verbraucher:innen, vor allem Minderjähriger, wahrt. Für Zalando, Shein und Amazon etwa gelten bereits die gleichen Verpflichtungen.

ein Absetzer steht im Tagebau Erzweiler, einer riesigen Braunkohlegruppe, und fördert Kohle auf einem Laufband

Good News I 06.06.2024

Vermont fordert Schadensersatz für Klimaschäden, EU: Unternehmen müssen Mitarbeiter:innen auch vor Burnout schützen, neu entdeckte Pilzart kann Plastik zersetzen

Müssen Öl- und Gaskonzerne künftig für die durch sie entstandenen Klimaschäden zahlen? Im US-Bundesstaat Vermont lautet die Antwort darauf: Ja. Die Region ist immer wieder von Extremwetterereignissen in Folge des Klimawandels betroffen. Nun wollen die Behörden bis 2026 einen Bericht über die dabei entstandenen Kosten erarbeiten und diese dann anteilig den verantwortlichen Firmen in Rechnung stellen. Wie findet ihr das?

eine lächelnde schwarze junge Frau malt sich einen weißen Streifen Sonnencreme auf die linke Wange, auf der rechten Wange hat sie bereits einen Streifen Sonnencreme

Good News I 05.06.2024

Kostenlose Sonnencreme für EM-Fans, neuer Zuhause-Test für Prostatakrebs, ganzjährige Notunterkunft für obdachlose Menschen in Berlin

Über warmes Sommerwetter freuen sich sicherlich die allermeisten Fußball-Fans. Was dabei allerdings häufig unterschätzt wird, ist das Risiko der Sonneneinstrahlung. Dafür plant das Bundesamt für Strahlenschutz nun, in allen zehn EM-Austragungsorten kostenlos Sonnencreme für die Fans zur Verfügung zu stellen. Falls davon nach der EM noch Reste übrig sind, sollen diese an Schwimmbäder und Sportvereine gespendet werden.

Ein Müllabfuhrmitarbeiter steht vor einem Müllauto, in das gerade eine braune Tonne geleert wird

Good News I 04.06.2024

Weniger Müll in Deutschland, die Großtrappe ist zurück, queerer Influencer beschlagnahmt rechtsextremen Slogan

Mit Markenrechten gegen Rechtsextremismus? Wie effektiv das sein kann, zeigte uns bereits letzte Woche der Hamburger Verein Laut gegen Nazis. Er sicherte sich die Markenrechte an einem von Neonazis genutzten Kürzel, um so den Verkauf von Produkten mit dem Kürzel zu verhindern. Pünktlich zum Pride Month hat nun Fabian Grischkat, ein queerer Influencer, den queerfeindlichen Slogan „Stolzmonat“ als Marke angemeldet und lässt damit LGBTQIA+ freundliche T-Shirts bedrucken. Die Erlöse aus dem Verkauf gehen an eine Stiftung, die sich gegen Diskriminierung einsetzt.

Frau läuft mit ausgestreckten Armen über ein Feld bei Sonnenuntergang

Good News I 31.05.2024

Langzeitstudie zum Grundeinkommen in Deutschland endet, Grünflächen statt Pflastersteine, Danger Islands unter Schutz gestellt

Hallo, liebe:r Leser:in! Ich bin Sara und unterstütze Good News ab sofort als Praktikantin in der Redaktion und auf Social Media. Da du sicherlich in der kommenden Zeit einiges von mir lesen wirst, wollte ich mich kurz vorstellen: Ich interessiere mich besonders für Nachhaltigkeit sowie soziale und politische Themen. Daneben gehe ich unter anderem leidenschaftlich gern klettern und wandern und rotiere ständig durch neue Hobbies durch (gerade ist Collagen basteln bei mir sehr angesagt, vor ein paar Monaten war‘s noch Sticken und mal schauen, was mich dann als Nächstes so anlacht). Ich freue mich sehr, Teil vom Good News-Team zu sein und bin gespannt auf alles, was kommt! Sonnige Grüße und bis bald, Sara

GOOD NEWS | 30.05.2024

Hallo, Europawahl, dank KI wissen, welche Pollen fliegen, USA: Milliarden-Investitionen in Green Tech

Ich bin keine EU-Bürgerin und darf deshalb bei den Europawahlen am 9. Juni 2024 nicht wählen. Aber du vielleicht? Wenn ja und du dich fragst, was es damit auf sich hat, haben wir heute einen Artikel für dich, der die Europawahl erklärt. Außerdem: Die TU Ilmenau will mithilfe von KI Pollenflug prognostizieren; in den USA wird so viel in Green Tech investiert wie noch nie und eine Good News-Leserin hat uns auf ihre inklusive Stadtrallye in Angermünde aufmerksam gemacht. Viele Grüße, Bianca

GOOD NEWS | 22.04.2024

100.000 Einträge im neuen Organspende-Register, Earth Day für weniger Plastikmüll, Alaska und Kanada schützen den Königslachs

In Deutschland gilt für die Organspende die Entscheidungslösung. Das heißt, nur wenn man zugestimmt hat, dürfen Organe und Gewebe zur Spende entnommen werden. Umso wichtiger ist es, seine Entscheidung zu Lebzeiten festzuhalten. Bisher war dies nur mit einem Organspendeausweis möglich, seit März kann man seine Entscheidung auch online hinterlegen. Wir haben im März über den Start des neuen Organspende-Registers berichtet, jetzt gibt es gute Neuigkeiten: Fast 100.000 Menschen haben sich bereits registriert.

GOOD NEWS | 19.04.2024

Halb so viele Flusskreuzfahrtschiffe in Amsterdam, Mähroboter dürfen in Nuthetal nachts nicht mehr fahren, Gelsenkirchen verbietet E-Scooter

Heute haben wir drei Nachrichten, in denen es darum geht, dass etwas verboten wird: Kreuzfahrtschiffe in Amsterdam, Nachtmähen in Nuthetal und Elektroroller in Gelsenkirchen. Hm, finden wir von Good News Verbote so toll? Nein, grundsätzlich nicht. Nur: In Amsterdam leiden die Anwohner:innen unter dem Massentourismus und der daraus resultierenden Luftverschmutzung. In Nuthetal sind viele Igel gestorben, weil Mähroboter sie nachts überfahren haben. Und falsch geparkte E-Scooter haben in Gelsenkirchen zu lebensbedrohlichen und einem tödlichen Unfall geführt – während E-Scooter-Anbieter sich bisher weigern, die Identität aller Nutzer:innen mittels Personalausweis oder Führerschein zu überprüfen. Verbote scheinen daher erstmal eine pragmatische (Zwischen-)Lösung für mehr Lebensqualität, Tierschutz und Verkehrssicherheit zu sein. Wenn ihr bessere Lösungen und Ansätze findet, bitte schreibt uns an redaktion@goodnews.eu

GOOD NEWS | 18.04.2024

Wieder mehr Menschen machen Schwimmabzeichen, Pilotversuch Vier-Tage-Woche in Deutschland zieht positive Halbzeitbilanz, Friedenskonferenz in Berlin

Laut einer Erhebung der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft, konnte 2017 jedes zehnte Grundschulkind in Deutschland nicht schwimmen – 2022 war es schon jedes fünfte. Hinzu kommt, dass viele Eltern die Schwimmfähigkeit ihrer Kinder überschätzen. 2022 gab auch nur die Hälfte der befragten Jugendlichen und Erwachsenen an, sicher schwimmen zu können. Schwimmabzeichen können hier Orientierung geben und Kinder wie Erwachsene vor vermeidbaren Schimm- und Badeunfällen schützen. Nach geschlossenen Schwimmbädern in der Corona-Krise haben 2023 rund 95.000 Menschen in Deutschland Schwimmabzeichen gemacht, 20 Prozent mehr als im Vorjahr.

GOOD NEWS | 16.04.2024

Wie wirtschaftsfreundlich CO2 eingespart werden könnte, Ersatzteil-Recycling bei Apple, KI könnte Krebs in frühen Stadien erkennen

Ich gebe es zu: Ich habe ein iPhone – nicht besonders nachhaltig, schließlich ist neben dem Ressourcenabbau auch das Upcycling von Apple-Geräten schwierig. Doch nun wurden iPhones umgebaut und es ist künftig zumindest möglich und erlaubt, ausrangierte, funktionstüchtige Teile aus alten Geräten in neue einzubauen, zum Teil sogar von anderen Herstellern.

GOOD NEWS | 06.03.2024

Mehr Bio-Gemüse in Deutschland, strengere Regeln für die Haltung von Affen als Haustiere in GB, erstmals Beleuchtung zum Ramadan in Frankfurt

Diese Woche hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung ihre neuen Empfehlungen vorgestellt. Sie raten, unter anderem weniger Fleisch und Milch zu konsumieren, Obst und Gemüse hingegen sollen etwa die Hälfte unserer Ernährung ausmachen. Passend dazu haben wir heute eine gute Nachricht aus Deutschland: Im vergangenen Jahr ist der Biogemüseanbau um elf Prozent gewachsen, die ökologisch bewirtschaftete Fläche um drei Prozent. Viel Spaß beim Lesen!

GOOD NEWS | 05.03.2024

Recht auf Nichterreichbarkeit nach Feierabend in Australien, EU will bestimmte Plastikverpackungen verbieten, App gibt Menschen ihre Stimme zurück

Neulich habe ich meiner Kollegin Sophie an ihrem freien Tag ausnahmsweise eine berufliche Nachricht geschickt, weil ich dringend etwas organisieren wollte. Die Nachricht endete mit dem Satz: „Liebe Grüße von der nervigen Kollegin, die dich an deinem freien Tag stört“. Und Sophie? Sie antwortete, dass ich nicht nerve und beantwortete meine Fragen – ich war so erleichtert. Aber: Arbeitnehmer:innen in Deutschland müssen in ihrer Freizeit nicht erreichbar sein, arbeitsrechtlich besteht das Recht auf Erholung. In Australien gibt es jetzt neu auch ein Recht auf Nichterreichbarkeit: Angestellte dürfen nach Feierabend nicht beruflich kontaktiert werden. Was denkst du, ist das in allen Berufen umsetzbar?

GOOD NEWS | 04.03.2024

Schweiz stimmt für 13. Monatsrente, Rekordbeteiligung bei „Hamburg räumt auf“, Online-Plattform zu Sinti:zze und Rom:nja

Seit meine Eltern kurz vor der Rente stehen und ich selbst im Berufsleben stehe, beschäftigt mich das Thema Rente immer mehr. Sei es die Angst, dass ich vielleicht keine mehr bekomme oder dass sie vielleicht nicht zum Leben reicht. Noch sind die Sorgen in weiter Ferne, aber für viele Renter:innen leider jetzt schon Realität. Was tun? Die Schweiz macht es vor: Bei einer historischen Volksabstimmung haben nun 58 Prozent der Schweizer Bürger:innen für die Einführung einer 13. Monatsrente gestimmt.

GOOD IMPACT SONDERAUSGABE DEMOKRATIE | 20.01.2024

Good Impact Sonderausgabe: Demokratie feiern! Was wir jetzt tun müssen, um uns gegen Populismus zu verteidigen

Die Demokratien in Europa sind unter Druck. Rechtspopulistische Parteien gewinnen an Bedeutung, von Frankreich über Skandinavien bis in die Niederlande und nach Deutschland. In Ungarn und Italien stellen sie längst die Regierung. Schon jetzt ist absehbar: Auch bei der Europawahl 2024 und einigen deutschen Landtagswahlen könnte es einen Rechtsruck geben. Was ist da los? Wieso bröckelt das Vertrauen in die liberale Demokratie? Warum fühlen sich Bürger:innen immer weniger repräsentiert von der Politik? Und was muss geschehen, um das zu ändern?