GOOD NEWS | 26.08.2025
Bayern baut erstes Solardach über Staatsstraße, Gericht stoppt Greenwashing bei Smartwatches
Für mehr Optimismus: Hier eure Good News!
Für mehr Optimismus: Hier eure Good News!
Im Urlaub habe ich keine Nachrichten gelesen – und es war wunderbar. Heute, frisch aus dem Urlaub zurück, freue ich mich umso mehr über eine gute Nachricht aus meiner Heimat: Die Lebensmittelhersteller in der Schweiz haben sich verpflichtet, den Zuckergehalt in ihren Produkten weiter zu senken. So lecker Schweizer Schokolade und Co. auch sind, weniger Zucker tut uns allen gut. Wir wünschen euch trotzdem einen süßen Wochenstart mit unseren Good News!
Frist für Steuererklärung verpasst? Kein Stress in Hessen. Und mit guten Nachrichten bleibt ihr auch sonst entspannter.
Heute haben wir ein besonderes Geschenk für euch: Krautreporter schenkt euch exklusiv sechs aufschlussreiche Artikel über unser Bildungssystem – darüber, was schiefläuft, aber auch, was besser werden kann. Denn wir finden: Guter Journalismus sollte so viele Menschen wie möglich erreichen. Voilà – genau deshalb geben wir guten Medien wie Krautreporter unsere Plattform. Meldet euch am besten gleich für ihren Bildungs-Newsletter an. Denn, wie man so schön sagt: Kinder sind unsere Zukunft. Viel Spaß beim Lesen! PS: Diese Kooperation ist unbezahlt!
Heute gibt es wieder gute Nachrichten für einen guten Start ins Wochenende – aber manche mit einem faden Beigeschmack: Das Verteidigungsministerium hisst die Regenbogenflagge und setzt damit ein starkes Zeichen für Vielfalt. Dass sich der Bundestag dem jedoch verweigert, wirft einen Schatten auf die Geste. Außerdem: 71 Prozent der jungen Menschen in Deutschland bekennen sich zur Demokratie. Das ist ein Grund zur Freude, aber was treibt die übrigen 29 Prozent? Nicht jede positive Entwicklung kommt ohne Wermutstropfen daher. Es lohnt sich jedoch, hinzusehen, um das Gute nicht aus den Augen zu verlieren. In diesem Sinne: Hoffentlich viel Freude beim Lesen!
Ich liebe den Juni! Lange, helle Tage, der Duft blühender Linden in der Stadt, Pride Month – und in diesem Jahr: viele gute, strukturelle Veränderungen. Deutschland führt Mutterschutz nach Fehlgeburten ein. Die EU geht gegen illegalen Tierhandel vor. Vietnam verabschiedet sich von der Zwei-Kind-Politik. Und noch eine gute Nachricht in eigener Sache: Am 4. Juni fand unser Good Talk zur Arktis im Publix statt – full house, mit großartigen Gäst:innen. Den Podcastmitschnitt gibt’s jetzt online. Hört rein! Auf einen guten Juli – denn wir suchen auch im Sommerloch weiter nach den besten Good News für euch.
Heute haben wir gleich drei gute Nachrichten aus der Medizin: Frauen mit Herzinfarkt sollen künftig gezielter behandelt werden – dank neuer internationaler Empfehlungen. Ein Forschungsteam hat Paracetamol aus Plastikabfällen gewonnen – ein vielversprechender Ansatz für nachhaltige Pharmazie. Und eine große Langzeitstudie aus Norwegen zeigt: Wer täglich geht, kann chronische Rückenschmerzen effektiv vorbeugen.
Es ist für mich schwer nachzuvollziehen, dass Menschen im Gefängnis landen müssen, weil sie, aus Geldnot, ohne gültiges Ticket gefahren sind. Denn: Wer die fällige Strafe in Deutschland nicht zahlen kann, landet laut aktueller Gesetzgebung hinter Gittern. Der Paragraf 265a im Strafgesetzbuch trifft damit vor allem finanziell arme Menschen. Das Projekt „Freiheitsfonds“ stellt sich dagegen: Es kauft Betroffene aus der Ersatzhaft frei und fordert die Entkriminalisierung des Fahrens ohne Fahrschein. Nach eigenen Angaben hat die Initiative bereits rund 1.400 Menschen geholfen – und dem Staat rund 20 Millionen Euro Haftkosten erspart.
Malaria gehört noch immer zu den tödlichsten Infektionskrankheiten der Welt – vor allem in Subsahara-Afrika sterben jedes Jahr hunderttausende Menschen an den Folgen, viele davon Kinder. Umso erfreulicher ist jede gute Nachricht im Kampf gegen die Krankheit. Wie heute: Ein internationales Forschungsteam hat einen Wirkstoff entwickelt, der Malaria-Parasiten direkt in der Mücke tötet – schnell, gezielt und dauerhaft. Auf Moskitonetzen bleibt er über ein Jahr wirksam. Eine gute Entwicklung, wie wir finden.
Manchmal werden wir gefragt, ob wir einer bestimmten Partei nahestehen. Klare Antwort: Nein. Wir sind unabhängig – aber nicht neutral. Wir stehen für eine Welt, in der alle gut leben können. Unsere heutigen Good News werden dennoch nicht allen gefallen. Wer geschlechtsspezifische Gewalt leugnet, wird kaum feiern, dass die Zahl der Femizide in Spanien dank vereinter Anstrengungen von Politik, Medien, Polizei, Medizin und Überlebenden um ein Drittel gesunken ist. Wer die Ehe für eine reine Privatsache hält, wird das neue Verbot von Kinderehen in Portugal und Kuwait ignorieren. Und wer ein queeres Leben für falsch hält, wird das EU-weit geforderte Verbot sogenannter Konversionstherapien nicht unterstützen. Aber nicht ihr, denn ihr seid hier – und glaubt an eine bessere Welt für alle. Danke dafür.
Mich zieht es in den Ferien selten gen Norden – lieber wandere ich in südlichere Gefilde. Doch seit eines sonnigen Fahrradurlaubs in Holland weiß ich: Auch unsere Breitengrade haben ihren Reiz. Umso verlockender klingt eine Idee aus Kopenhagen: Wer mit der Bahn anreist, radelt und Müll sammelt, bekommt Rabatte. Mehr Nachhaltigkeit bei Anreise und Aufenthalt – so etwas wünschte ich mir auch für den Tourismus in Berlin.
Ich habe mich gewundert, warum zu Beginn der Woche die Landschaftsgärtner:innen in vergleichsweise hoher Zahl unterwegs waren. Es ist wieder der „Mähfreie Mai“. Einen Monat lang sollen Wiesen und Wildblumen wachsen können, damit Insekten und Vögel ausreichend Lebensraum und Nahrung finden. Also, lass die Gartenarbeit für ein paar Wochen gerne mal ruhen!
Heute bin ich beim Netzwerktreffen der Neuen Medien – einem Zusammenschluss unabhängiger Medien, die ihr Wissen miteinander teilen und sich als gemeinsame Allianz für die Interessen freier Medien einsetzen wollen. Wir diskutieren, wie wir gemeinsam unsere Reichweite stärken, neue Formate entwickeln und unsere Inhalte nachhaltig finanzieren können. Denn wir sind überzeugt: Vielfalt in der Medienlandschaft ist kein Luxus, sondern Voraussetzung für eine funktionierende Demokratie. Unabhängige Medien brauchen mehr denn je Netzwerke, Haltung – und Leser:innen die diese Arbeit unterstützen. Danke, dass ihr dazu gehört.
Gestern Abend war ich in Berlin-Kreuzberg beim Salon „Gott und die Welt“ eingeladen, um über gute Nachrichten zu sprechen. Die meisten im Publikum kannten unsere Good News nicht, waren aber neugierig und voller Gesprächsfreude. Im Austausch wurde mir einmal mehr klar: Unsere Medien brauchen dringend mehr gute Nachrichten. Nicht, um schönzufärben – sondern um ausgewogener zu berichten. Wer nur das Schlechte zeigt, verzerrt die Realität. Solange das nicht selbstverständlich ist, machen wir weiter mit Good News.